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Die 3 häufigsten Fehler bei der Berechnung eines Stundensatzes

Ich beschäftige mich nun seit über einem Jahr mit der Berechnung von Stundensätzen für virtuelle Assistenten, Coaches und andere Online Businesses. Häufig kommen die Kunden zu mir, wenn trotz vieler Arbeit der Umsatz nicht stimmt oder sie das Gefühl haben, dass der Stundensatz vom Kunden nicht angenommen wird.

Dies sind die 3 häufigsten Gründe, warum die Kalkulation nicht stimmt, die Umsatzziele nicht erreicht werden und das Business nicht wirtschaftlich ist.

1. Die Kostenaufstellung als Grundlage ist nicht vollständig.

Dabei geht es sowohl um die persönlichen Kosten, wie auch um die Kosten im Business. Achte bei der Aufstellung deiner persönlichen Kosten darauf, dass du auch besondere Anlässe, wie Geburtstage und Weihnachten berücksichtigst. Auch Urlaub, oder kleine Ausflüge, Kinobesuche und eine Maniküre darf nicht vergessen werden.  
Auch die Aufstellung der Kosten für dein Business ist wichtig. Sind dir noch nicht alle Kosten bekannt, dann plane einen Puffer ein. Bedenke, dass einige Kosten mit steigendem Umsatz ebenfalls steigen, berücksichtige also auch deine Umsatzerwartung.

2. Die Berechnung ist nicht zukunftsorientiert.

Du planst Anschaffungen? Du möchtest in Zukunft ein Coaching in Anspruch nehmen? All das gehört schon in deine Kalkulation. Zum Einen, um die entsprechenden Summen ansparen zu können, um große Preissprünge zu vermeiden und einen möglichst stabilen Stundensatz anbieten zu können.
Ganz wichtig sind auch Rücklagen. Zum Beispiel um für die Rente vorzusorgen, aber auch um Urlaube, Krankheiten, oder das bekannte Sommerloch abzufedern.

3. Die Anzahl der Arbeitsstunden wird zu hoch angesetzt.

Ein wichtiger Faktor beim Berechnen des Stundensatzes ist die angenommene Arbeitszeit. Allerdings beobachte ich häufig, dass hier entscheidende Fehler gemacht werden.
Im ersten Schritt berechnen wir die Arbeitstage, davon gibt es ca. 250 im Jahr. Als Basis ist das zu ungenau, denn wir haben noch Urlaub, sind mal krank, auf Fortbildung oder pflegen kranke Angehörige.
Mit der Umrechnung auf die Monate sind wir aber noch nicht fertig. Wir müssen unterscheiden nach produktivier (also abrechenbarer) und unproduktiver Arbeitszeit (z.B. für die eigene Buchhaltung, Akquise, etc). Zu Beginn der Selbstständigkeit liegt die unproduktive Zeit oft bei ca. 50%, später pendelt sie sich bei ca. 20% ein.

Du merkst, ein Stundensatz ist nicht mal eben berechnet. Er bildet allerdings die Basis für ein wirtschaftliches Business. Wenn du Fehler und so auch Verluste von vornherein vermeiden möchtest, helfe ich dir gerne bei der Berechnung.